Anzeige1Haare & Nägel

    Warum Biotin bei dünner werdendem Haar oft ins Leere läuft – und welcher Baustein dem Haar wirklich fehlt

    Mehr Haare in der Bürste. Der Scheitel wirkt breiter. Und obwohl das nächste Produkt Biotin, Zink oder Kollagen verspricht, bleibt eine wichtige Frage: Passt es überhaupt zum Aufbau des Haares?

    Dr. Alexander Acosta
    Von Dr. Alexander Acosta · Medizinredaktion
    Aktualisiert: 2. September 2026·9 Min Lesezeit
    Natürliches braunes Haar im weichen Tageslicht
    Keratin ist das wichtigste Strukturprotein des sichtbaren Haarschafts. Foto: VitaTrends

    Es fängt meistens unauffällig an. Ein paar Haare mehr in der Bürste, morgens, unter dem Badezimmerlicht. Der Scheitel, der im Spiegel etwas heller wirkt als vor einem Jahr. Der Zopf, der sich dünner anfühlt als früher.

    Viele Frauen greifen dann zu dem, was in der Drogerie vorne steht: Biotin, Zink, ein Kombipräparat für Haare, Haut und Nägel. Zwei, drei Monate treu geschluckt, und im Spiegel ändert sich nichts. Wer das kennt, sucht den Fehler meist bei sich. Er liegt aber fast immer im Produkt.

    Denn was selten auf der Packung steht: Das Haar, das da in der Bürste liegt, besteht fast nur aus einem einzigen Eiweiß. Und ausgerechnet dieses Eiweiß fehlt in den meisten Haarmitteln. Bevor wir zeigen, welches Präparat es in der untersuchten Menge enthält, kurz, warum die üblichen Mittel daran vorbeigehen. Direkt zum Ergebnis ↓

    Fallen Haare plötzlich, büschelweise oder kreisrund aus, gehört die Ursache ärztlich abgeklärt. Dann hilft kein Nahrungsergänzungsmittel.

    Warum Biotin, Zink und Kollagen an der Sache vorbeigehen

    Enttäuschungen mit Haarmitteln lassen sich fast immer auf drei Ursachen zurückführen. Nicht auf den Körper.

    1. Gar kein Baustein drin

      Haar ist Keratin. Die meisten Mittel liefern nur Biotin und Zink. Das sind Werkzeuge, kein Baumaterial: Biotin hilft dem Körper, Eiweiß zu verarbeiten, und trägt zur Erhaltung normaler Haare bei. Fehlt es nicht, bringt mehr davon kein zusätzliches Material. Ein Mangel ist bei ausgewogener Ernährung selten.

    2. Das falsche Eiweiß

      Kollagen ist der Baustein der Haut, nicht des Haares. Wer Kollagen für die Haare nimmt, beliefert die falsche Baustelle.

    3. Von außen statt von innen

      Keratin im Shampoo oder in der Spülung legt sich an die tote Haarfaser an und wäscht sich wieder aus. Gebildet wird Haar tiefer, in der lebenden Wurzel, versorgt über das Blut. Was dort ankommen soll, muss von innen kommen.

    Was fehlt, ist der Baustein selbst, in einer Form, die der Körper aufnehmen kann. Und der Baustein hat einen Namen.

    Haar ist Keratin – und Keratin ist nicht irgendein Eiweiß

    Ihr Haar besteht überwiegend aus Eiweiß, und dieses Eiweiß ist fast nur Keratin.2 Es gibt dem Haar Festigkeit, Form und Widerstandskraft. Auch Nägel verdanken ihre Stabilität vor allem Keratin.

    „Aber Eiweiß ist doch Eiweiß?“

    Der Einwand ist berechtigt, und die Antwort darauf ist der eigentliche Punkt. Nein: Geschlucktes Keratin wandert nicht ins Haar. Der Körper zerlegt es wie jedes andere Eiweiß und baut seine Haarfasern in der Wurzel selbst neu auf. Der Unterschied liegt nicht im Transport, sondern im Rohstoff.

    Haarkeratin besteht zu rund 17 Prozent aus Cystin, dem einen Baustein, der Haar überhaupt fest macht. Er enthält Schwefel, und der verbindet die Haarfasern untereinander wie kleine Nieten. Fleisch, Ei oder Milch liefern davon nur ein bis zwei Prozent. Keratin hat also rund zehnmal so viel davon wie das, was ohnehin auf dem Teller liegt.3

    Cystin-Anteil im Eiweiß

    Rund zehnmal mehr Cystin als auf dem Teller

    Haarkeratinrund 17 %
    Fleisch, Ei, Milch1–2 %

    Anteil der Aminosäure Cystin am jeweiligen Eiweiß, gerundet; Skala bis 20 Prozent. Nahrungseiweiße liegen im niedrigen einstelligen Bereich, der Balken zeigt den oberen Wert der Spanne. Quelle in Fußnote3.

    Nur: Im Naturzustand ist Keratin so dicht vernetzt, dass unsere Verdauungsenzyme kaum an es herankommen. Haare und Nägel gehen praktisch unverändert durch uns hindurch. Erst wenn Keratin vorher in kleine Bruchstücke zerlegt wurde, kann der Körper etwas damit anfangen. Es ist dann vorgeschnitten, wie klein gehacktes Gemüse. Auf der Packung heißt das hydrolysiert.

    Ehrlich dazu: Wer reichlich Eiweiß isst, schließt damit keine Lücke. Er ergänzt gezielt das Material, das im Haar am dichtesten verbaut ist.

    Dass die Bruchstücke tatsächlich ankommen, ist gemessen: In einer Untersuchung mit Menschen waren sie rund 20 Minuten nach dem Schlucken im Blut nachweisbar.4

    01

    Keratinfaser

    Groß, fest gefaltet und schwer löslich

    02

    Hydrolyse

    Das Protein wird kontrolliert aufgespalten

    03

    Kleine Bausteine

    Peptide und freie Aminosäuren entstehen

    Vorgeschnitten statt am Stück: Hydrolyse zerlegt das schwer lösliche Haarprotein in Bausteine, die der Körper aufnehmen kann.

    Drei Rohstoffe, und nur einer wurde allein geprüft

    In Haarmitteln kommen vor allem drei Keratin-Rohstoffe vor. Sie unterscheiden sich weniger im Namen als darin, was über sie veröffentlicht ist. Und vor allem: ob Keratin überhaupt für sich getestet wurde, oder immer nur zusammen mit einer Handvoll Vitamine.5

    Das ist der Unterschied zwischen „wirkt“ und „irgendetwas in der Kapsel wirkt“.

    Cynatine HNS

    Allein geprüft: Nein

    Eine veröffentlichte Studie mit 50 Frauen über 90 Tage

    Nein, geprüft wurde Keratin zusammen mit Vitaminen und Mineralstoffen

    keraGEN-IV

    Allein geprüft: Offen

    Der Hersteller nennt eine 60-Tage-Studie; die Publikation ist noch nicht final erschienen

    Nicht überprüfbar, solange die Studie nicht veröffentlicht ist

    Kera-Diet

    Allein geprüft: Ja

    Drei veröffentlichte Untersuchungen mit Menschen, darunter zwei kontrollierte 90-Tage-Studien

    Ja, in der neueren Studie war Keratin der einzige Wirkstoff

    Kera-Diet ist damit der einzige Rohstoff, bei dem sich die Wirkung dem Keratin zuordnen lässt. In der neueren Studie bekamen 99 Frauen 90 Tage lang nichts als zerlegtes Keratin, ein Drittel 500 Milligramm, ein Drittel 1.000, ein Drittel ein wirkstofffreies Scheinpräparat.9 Beim Glanz wurde daraus eine klare Treppe.

    Studie · 99 Frauen · 90 Tage · Keratin allein

    Gemessener Haarglanz nach 90 Tagen

    1.000 mg Keratin täglich+61,1 %
    500 mg Keratin täglich+42,2 %
    Scheinpräparat+10,8 %

    Gerätgestützte Glanzmessung, Veränderung gegenüber dem Studienbeginn; 90 von 99 Teilnehmerinnen ausgewertet. Die Nägel wurden in derselben Studie messbar härter. Details in Fußnote9.

    Haare gezählt wurden hier allerdings nicht. Diese Studie maß am Haar den Glanz. Wer wissen will, ob sich auch an der Dichte etwas tut, muss in die zweite Studie schauen. Dort nahmen 60 Frauen mit dünner werdendem Haar 90 Tage lang 1.000 Milligramm Kera-Diet, eingebettet in eine Formel mit Zink, Biotin und weiteren Nährstoffen.10 Gemessen wurde an vier Stellen.

    Studie · 60 Frauen · 90 Tage · 1.000 mg in Kombiformel

    Was sich am Haar messen ließ

    +13,3

    Haare pro Quadratzentimeter mehr, rund sieben Prozent. Unter Scheinpräparat: +1,8

    +9,1

    Prozentpunkte mehr Haare in der Wachstumsphase

    −32,7 %

    weniger gelöste Haare im standardisierten Zugtest. Unter Scheinpräparat: −10,6 %

    65 %

    der Frauen mit sichtbar verbessertem Haarvolumen. Unter Scheinpräparat: 10 %

    Jeweils Veränderung gegenüber dem Studienbeginn nach 90 Tagen. Wichtig zur Einordnung: Geprüft wurde eine Kombination aus Keratin, Zink, Kupfer, Biotin, B-Vitaminen, Silizium und Schachtelhalm; das Scheinpräparat enthielt keinen dieser Stoffe. Eine zweite Gruppe mit einem anderen Keratin in derselben Formel erreichte ähnliche Werte. Die Zahlen belegen also die Kombination, nicht den Rohstoff allein. Details in Fußnote10.

    Beide Studien hat der Rohstoffhersteller bezahlt. Bei Rohstoffstudien ist das üblich, und es ist der Grund, warum hier nur die veröffentlichten, placebokontrollierten Zahlen stehen, mitsamt dem, was sie nicht zeigen.

    Wo diese Menge tatsächlich drinsteckt

    Damit steht die Zahl, auf die es im Regal ankommt: 500 Milligramm zerlegtes Keratin am Tag. Bleibt die Frage, wo sie draufsteht.

    Selten. Für unseren Vergleich von zehn Haarmitteln haben wir die Etiketten nebeneinandergelegt. In sieben von zehn ist überhaupt kein Keratin deklariert. Wo welches drin ist, sind es 50 oder 60 Milligramm, ein Zehntel der geprüften Menge.

    Etiketten-Abgleich · zehn Haarmittel · Stand Juli 2026

    Deklariertes Keratin je Tagesportion

    Sieben von zehn Mittelnkein Keratin
    Zwei Mittel mit Keratin50–60 mg
    In der Studie geprüfte Menge500 mg

    Herstellerangaben je Tagesportion, abgelesen an den Etiketten der zehn Mittel aus unserem Vergleich, Stand Juli 2026. Der mittlere Balken zeigt den oberen Wert der Spanne. Sieben Etiketten weisen Keratin gar nicht aus; das belegt die fehlende Deklaration, nicht zwingend die Abwesenheit des Stoffs. Fußnote6.

    Ein einziges Präparat weist die volle Menge aus, und zwar denselben Rohstoff aus den Studien: KeraBiotic des deutschen Herstellers Zellaforte. Zwei Kapseln, 500 Milligramm Kera-Diet.6

    Studienbasiert dosiert

    500 mgin der Studie
    =
    500 mgin zwei Kapseln

    Die Tagesportion entspricht der separat untersuchten Dosisstufe des Markenrohstoffs.

    KeraBiotic von ZellaforteProdukt ansehen
    500 mg Kera-Diet in der Studie und in zwei Kapseln täglich.
    Zum Produkt

    30 Tage Geld-zurück beim Hersteller · versandkostenfrei · in Apotheken gelistet (PZN 19906252)7

    Die Tagesportion ist klar deklariert:

    Kera-Diet (hydrolysiertes Keratin)500 mg
    Bakterienkulturen20 Milliarden
    Inulin200 mg
    Biotin250 µg
    Niacin40 mg
    KapselhülleDRcaps®

    Sechs Zeilen, mehr nicht: neben dem Keratin Biotin, das zur Erhaltung normaler Haare beiträgt, Niacin, Inulin und 20 Milliarden Bakterienkulturen. Eine Dose enthält 60 Kapseln und reicht bei zwei Kapseln täglich für 30 Tage.6

    Für die Kulturen zählt, dass sie den Magen überstehen. Deshalb steckt alles in einer Kapsel, die sich erst im Darm öffnet: nach rund 50 Minuten statt nach fünf bis sieben.11

    Kapseltechnik

    Spätere Freisetzung statt schneller Auflösung im Magen

    etwa 5–7 Min.

    typische sofort freisetzende Kapsel

    etwa 50 Min.

    Beginn der Freisetzung bei DRcaps®

    In der Humanuntersuchung erfolgte die vollständige Freisetzung bei der Mehrheit der Teilnehmer im Darm.
    „Nehme KeraBiotic seit 1 Monat und meine Haare sind so viel griffiger und glänzender geworden. Mein Friseur hat unaufgefordert gefragt, was ich mit meinen Haaren gemacht habe. Die einzige Veränderung war KeraBiotic. Ich bin immer noch verblüfft. Meine Haut ist auch nicht mehr so trocken.“
    Hakan H. · Kundenrezension via Trustpilot, 20.05.20268

    So testen Sie es fair: 90 Tage, drei Fotos, eine Garantie

    Beide Studien liefen über 90 Tage, und Haare verändern sich langsam. Wer KeraBiotic ausprobiert, sollte das Produkt deshalb nicht nach wenigen Tagen beurteilen. Eine Dose reicht 30 Tage; drei Dosen decken den untersuchten Zeitraum ab. Die 30 Tage Geld-zurück des Herstellers decken den ersten Monat.7

    Tag 0Ausgangsfoto
    Tag 45Zwischenstand
    Tag 90Einordnung
    Scheitel, Licht, Abstand und Frisur sollten auf allen Fotos möglichst gleich bleiben. Dazu notieren, wie sich Glanz, Kämmbarkeit und Haarverlust beim Waschen entwickeln.

    Das sagen Käufer

    „Super Wirkung […]. Deutlich bessere und feuchtere Haut und kein Haar in der Bürste. Auch vom Friseur zwischenzeitlich bestätigt bekommen, dass deutlich kräftigeres und besseres Haarbild.“

    Gregor S. — via apodiscounter, 03.05.2026

    Auszüge aus öffentlich einsehbaren Kundenrezensionen (Trustpilot, apodiscounter), Stand Juli 2026. KeraBiotic ist ein junges Produkt, die Bewertungsbasis ist noch klein.

    Häufige Fragen

    Fazit: Das Material zählt, nicht das Werkzeug

    Biotin und Zink sind Werkzeuge. Keratin ist das Material, aus dem Haar gebaut wird, und wegen seines Cystins nicht durch Fleisch oder Eier zu ersetzen. Geprüft wurde es bei 500 Milligramm am Tag: Dort belegen die Zahlen den Glanz. Die Dichte-Werte stammen aus der doppelten Menge in Kombination mit anderen Nährstoffen. Wer das auseinanderhält, weiß, was er kauft.

    Nicht irgendein Keratin zählt, sondern ein nachvollziehbarer Rohstoff in einer tatsächlich untersuchten Tagesdosis.
    Wo Sie es bekommen
    • 500 mg hydrolysiertes Kera-Diet pro Tag, die Menge aus der 90-Tage-Studie
    • Bakterienkulturen in einer Kapsel, die sich erst im Darm öffnet
    • Einmalkauf ohne Abo beim Hersteller; in Apotheken gilt der dortige Preis
    Zum Produkt beim Hersteller

    30 Tage Geld-zurück beim Hersteller · versandkostenfrei · in Apotheken gelistet (PZN 19906252)7

    Dr. Alexander Acosta

    Dr. Alexander Acosta

    Facharzt für Allgemeinmedizin und klinische Forschung

    Dr. Alexander Acosta ist Facharzt für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt klinische Forschung. Für VitaTrends bewertet er Nahrungsergänzungsmittel auf Basis aktueller Studienlage, Wirkstoffdosierung und pharmazeutischer Qualitätsstandards.

    Fußnoten und Quellen

    1. 1. Werbekennzeichnung: Dieser Beitrag ist ein Advertorial/Anzeige. Herausgeber und Anbieter des genannten Produkts stehen in geschäftlicher Verbindung. Die genannten Shop-Links sind Affiliate-Links; VitaTrends erhält bei Käufen eine Provision, die nicht in die Einordnung einfließt.
    2. 2. Haarstruktur und „von innen“: Haare bestehen je nach Messmethode zu etwa 65–95 % aus Proteinen; Keratine sind ihre primären Strukturproteine. Quelle: Yu et al., „The Human Hair: From Anatomy to Physiology“, 2023, PMC9921463. Die sichtbare Haarfaser ist totes, verhorntes Gewebe; die lebende Haarmatrix in der Wurzel wird über Blutgefäße versorgt: OpenStax, Anatomy & Physiology 2e.
    3. 3. Cystin: Aminosäure-Zusammensetzung des Haarkeratins (rund 17 % Cystin; Nahrungseiweiße wie Fleisch, Ei oder Milch im niedrigen einstelligen Prozentbereich) nach Robbins CR (2012), „Chemical and Physical Behavior of Human Hair“, Kap. 2, Springer.
    4. 4. Rohstoffprofil und Aufnahme: Kera-Diet enthält 17 Aminosäuren; sämtliche Bestandteile liegen unter 800 Dalton, einer Maßeinheit für sehr kleine Molekülmassen. Die schwankende Angabe zum Anteil freier Aminosäuren wird nicht verwendet. In Wauquier et al. 2026 nahmen zehn nüchterne Männer einmalig 5.000 mg Kera-Diet ein; zirkulierende Aminosäuren erreichten nach rund 20 Minuten ihren Höchstwert. Die Untersuchung bestätigt Verdaulichkeit und Bioverfügbarkeit, prüfte aber nicht die tägliche 500-mg-Dosis oder Haarergebnisse. Quellen: BCF-Rohstoffprofil und Frontiers in Nutrition.
    5. 5. Rohstoffvergleich: Cynatine HNS: Beer C et al., „A clinical trial to investigate the effect of Cynatine HNS on hair and nail parameters“, TheScientificWorldJournal 2014, PubMed 25386609. 50 Frauen, 90 Tage, randomisiert und placebokontrolliert; laut Abstract erhielt die Wirkstoffgruppe 500 mg Keratin „plus vitamins and minerals“ — Keratin wurde dort also nicht isoliert geprüft. keraGEN-IV: IFF-Darstellung; die dort genannte Referenz war beim Quellencheck als „pending acceptance“ ausgewiesen. Kera-Diet: drei veröffentlichte Untersuchungen mit Menschen, siehe Fußnoten 4, 9 und 10.
    6. 6. Rezeptur: Laut aktueller Produktseite und Rezepturspezifikation, geprüft am 27. August 2026: 500 mg Kera-Diet, 20 Milliarden KBE aus zehn Stämmen, 200 mg Inulin, 250 µg Biotin und 40 mg Niacin. Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haare und normaler Haut bei; Niacin trägt zur Erhaltung normaler Haut bei. Dies sind zugelassene gesundheitsbezogene Angaben und keine Aussage über eine Behandlung von Haarverlust. „Nur ein Präparat mit Keratin in der untersuchten Menge“ bezieht sich auf die zehn Mittel in unserem Haarsupplement-Vergleich, Stand Juli 2026.
    7. 7. Garantie und Verfügbarkeit: Laut Herstellerseite, geprüft am 2. September 2026: 30 Tage Geld-zurück-Garantie und versandkostenfreie Lieferung für Bestellungen im Hersteller-Shop; Apothekenlistung unter PZN 19906252. Für Käufe in Apotheken gelten deren Preise und Bedingungen.
    8. 8. Kundenstimmen: Auszüge aus öffentlich einsehbaren Kundenrezensionen (Trustpilot, apodiscounter), Stand Juli 2026. KeraBiotic ist ein junges Produkt, die Bewertungsbasis ist noch klein. Zitate wortgetreu; Kürzungen sind mit […] kenntlich gemacht. Einzelne Erfahrungen sind keine Studie und lassen keinen Rückschluss auf die eigene Wirkung zu.
    9. 9. 500-mg-Studie: Tursi F et al. *Journal of Cosmetic Dermatology*. 2025;24(1):e16626; zuerst online am 4. Oktober 2024. Originalpublikation. Randomisiert, doppelblind, drei Arme (Placebo n=29, 500 mg n=30, 1.000 mg n=31); 99 Teilnehmerinnen aufgenommen, 90 in der Per-Protocol-Auswertung. Haarglanz an Tag 90: +42,2 % bei 500 mg, +61,1 % bei 1.000 mg, +10,8 % unter Placebo. Primär untersucht wurde Hautalterung; beim Haar wurde der Glanz gemessen, bei den Nägeln Glanz und Härte, nicht Haardichte oder Haarwachstum. Vollständig finanziert von BCF Life Sciences, dem Hersteller des Rohstoffs. Die Rohstoffstudie ist keine Studie des fertigen KeraBiotic-Produkts.
    10. 10. 1.000-mg-Studie: Nobile V et al. *Trichology and Cosmetology Open Journal*. 2021;1(1):27–36. Originalpublikation. 60 Frauen mit akutem Telogeneffluvium und brüchigen Nägeln, 20 je Gruppe, 90 Tage, Tagesdosis 1.000 mg, das Doppelte der KeraBiotic-Tagesportion. Beide Wirkstoff-Formulierungen enthielten neben dem jeweiligen Keratin Zink, Kupfer, Biotin, B-Vitamine, Silizium und Schachtelhalm; das Placebo keinen dieser Stoffe. Haardichte an Tag 90 +13,3 ± 1,7 Haare/cm² (192,7 → 205,9, rund +7 %), Zugtest −32,7 %. Das Vergleichs-Keratin erreichte praktisch dieselben Werte (+9,6 Haare/cm², Zugtest −33,5 %); die Autoren führen die Wirkung selbst auf die Kombination zurück. Finanziert von BCF Life Sciences; der Sponsor war am Studiendesign beteiligt, zwei Autoren waren dort beschäftigt.
    11. 11. DRcaps®-Kapseltechnik: Laut aktueller Produktdeklaration verwendet KeraBiotic DRcaps® von Capsugel/Lonza. In der vom Kapselhersteller dokumentierten Human-Gamma-Szintigrafie waren die Kapseln mit markierter Laktose gefüllt und wurden nach einem leichten Frühstück eingenommen. Der mittlere Freisetzungsbeginn lag bei rund 52 Minuten; als typischer Vergleich für sofort freisetzende Kapseln werden etwa 5–7 Minuten genannt. Bei der Mehrheit erfolgte die vollständige Freisetzung im Darm. Die Daten betreffen die Kapseltechnologie, nicht das fertige KeraBiotic oder dessen Gesamtaufnahme. Quelle: Capsugel® DRcaps® Designed Release und Human-Szintigrafie des Herstellers.
    12. 12. Allgemeiner Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Bei plötzlich starkem, kreisrundem oder länger anhaltendem Haarverlust sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.