VerschreibungspflichtigRezeptpflichtig

    Atorvastatin

    Wirkstoff: Atorvastatin

    Atorvastatin ist ein Statin (Cholesterinsynthese-Enzym-Hemmer), das den LDL-Cholesterinspiegel senkt und zur Vorbeugung von Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall eingesetzt wird.

    Wichtige Warnhinweise

    • Bei Muskelschwäche, -schmerzen, -empfindlichkeit oder rotbraun verfärbtem Urin sofort ärztlichen Rat einholen – mögliches Anzeichen einer Rhabdomyolyse
    • Leberfunktion vor und während der Therapie kontrollieren
    • Grapefruitsaft auf maximal 1–2 kleine Gläser täglich begrenzen
    • Übermäßigen Alkoholkonsum während der Einnahme vermeiden

    Anwendungsgebiete & Nutzen

    Wofür dieses Medikament häufig eingesetzt wird

    • Erhöhte Blutfettwerte (Hypercholesterinämie)
    • Vorbeugung von Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall

    Dosierung & Anwendung

    Typische Dosierung

    Nach ärztlicher Verordnung. Übliche Anfangsdosis: 10 mg 1× täglich, unabhängig von der Tageszeit und den Mahlzeiten; Dosisanpassung frühestens nach 4 Wochen. Maximale Tagesdosis: 80 mg. Quelle: Gebrauchsinformation Sortis; Gelbe Liste Atorvastatin.

    Anwendungshinweise

    Filmtablette unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen, möglichst zu einer festen Tageszeit, unabhängig von den Mahlzeiten.

    Aufbewahrung

    Keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

    Mögliche Nebenwirkungen

    Nicht jeder erlebt diese Nebenwirkungen. Bei anhaltenden Symptomen konsultieren Sie Ihren Arzt.

    • Häufig: Nasopharyngitis, allergische Reaktionen, erhöhter Blutzucker, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe
    • Gelegentlich: Unterzuckerung, Schlafstörungen, verschwommenes Sehen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Hepatitis
    • Selten: Myopathie, Myositis, Rhabdomyolyse, Sehnenerkrankungen bis hin zum Sehnenriss
    • Sehr selten: Leberversagen, anaphylaktische Reaktionen

    Wechselwirkungen

    Dieses Medikament kann mit folgenden Substanzen interagieren

    CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ciclosporin, Makrolid-Antibiotika, Azol-Antimykotika, Proteaseinhibitoren, bestimmte HCV-Medikamente) – erhöhte Atorvastatin-SpiegelFusidinsäure – Atorvastatin vorübergehend absetzen, erhöhtes Rhabdomyolyse-RisikoGemfibrozil und andere Fibrate – erhöhtes Risiko für MuskelschädenColchicin, Ezetimib – erhöhtes Rhabdomyolyse-RisikoDigoxin, Colestipol, orale Kontrazeptiva, Cumarin-Derivate – Wechselwirkungen möglichGrapefruitsaft – verstärkt die Nebenwirkungen

    Gegenanzeigen

    Verwenden Sie dieses Medikament nicht, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben

    • Überempfindlichkeit gegen Atorvastatin
    • Aktive Lebererkrankung oder unklar erhöhte Leberwerte
    • Schwangerschaft und Stillzeit
    • Frauen im gebärfähigen Alter ohne zuverlässige Verhütung
    • Gleichzeitige Anwendung von Glecaprevir/Pibrentasvir

    Schwangerschaftskategorie

    Graue Kategorie. Atorvastatin ist in der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert; die Therapie sollte bei Kinderwunsch pausiert werden. Nach Exposition im ersten Trimenon wird eine erweiterte Ultraschalldiagnostik empfohlen, um die fetale Entwicklung zu kontrollieren. Quelle: embryotox.de.

    Kurzinformation

    Handelsnamen

    SortisAtorisAtorvastatin HEXAL

    Wirkstoffe

    Atorvastatin

    Verfügbare Formen

    FilmtabletteKautablette

    Kategorie

    CholesterinsenkerStatine (CSE-Hemmer)

    Häufig gestellte Fragen

    Quellen

    1. 1Gelbe Liste: Atorvastatin (Wirkstoff) www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Atorvastatin_26485
    2. 2Gebrauchsinformation Sortis® 10 mg, 20 mg, 40 mg und 80 mg Filmtabletten (Pfizer), patienteninfo-service.de www.patienteninfo-service.de/a-z-liste/s/sortisR-10-mg-20mg-40-mg-und-80-mg-filmtabletten
    3. 3Embryotox, Charité – Universitätsmedizin Berlin: Atorvastatin www.embryotox.de/arzneimittel/details/ansicht/medikament/atorvastatin/

    Medizinischer Hinweis: Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken und sollten nicht als Ersatz für professionelle medizinische Beratung verwendet werden. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.