Geschmacksverlust: Ursachen, Symptome & Behandlung
Geschmacksverlust, medizinisch Ageusie genannt, bezeichnet den kompletten Verlust der Fähigkeit zu schmecken. Oft handelt es sich jedoch um eine Hypogeusie, eine verminderte Geschmackswahrnehmung. Dieser Zustand kann vorübergehend oder dauerhaft sein und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, da er das Genießen von Speisen und Getränken unmöglich macht und die Warnfunktion für verdorbene Lebensmittel einschränkt.
Häufige Ursachen für Geschmacksverlust
- Erkältung oder Grippe
- Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
- Rauchen
- Gingivitis oder Parodontitis
- Mangel an bestimmten Vitaminen (z.B. Zink)
- Bestimmte Medikamente (z.B. Antibiotika, Blutdruckmittel)
- Trockener Mund (Xerostomie)
Wann Sie bei Geschmacksverlust einen Arzt aufsuchen sollten
Suchen Sie einen Arzt auf, wenn der Geschmacksverlust plötzlich auftritt, länger als ein paar Tage anhält oder von weiteren ungewöhnlichen Symptomen wie Fieber, starken Schmerzen oder neurologischen Ausfällen begleitet wird. Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, die Ursache zu finden und geeignete Behandlungsmaßnahmen einzuleiten, besonders wenn der Geschmacksverlust die Ernährung oder die Stimmung beeinträchtigt.
Was tun bei Geschmacksverlust? Tipps zur Selbsthilfe
Mögliche Erkrankungen bei Geschmacksverlust
Hinweis: Die häufigsten Ursachen für dieses Symptom sind in der Regel harmlos. Die folgende Liste zeigt mögliche Zusammenhänge – keine Diagnose oder Wahrscheinlichkeit. Viele ernsthafte Erkrankungen sind sehr selten.
COVID-19 Infektion
Eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus kann bei vielen Betroffenen zu einem vorübergehenden oder länger anhaltenden Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns führen.
Erkältung oder Grippe
Virale Infektionen der oberen Atemwege, die Schleimhautschwellungen und veränderten Speichelfluss verursachen können, was den Geschmack beeinträchtigt.
Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
Eine Entzündung der Schleimhäute der Nasennebenhöhlen, die oft aus einem Schnupfen entsteht und zu Kopfschmerzen und Druck im Gesicht führen kann.
Medikamenten-Nebenwirkungen
Einige Medikamente, darunter bestimmte Antibiotika, Blutdruckmedikamente, Antihistaminika und Psychopharmaka, können als Nebenwirkung den Geschmackssinn beeinflussen oder komplett ausschalten.
Zinkmangel
Zink ist ein wichtiges Spurenelement, das für die Funktion der Geschmacksknospen und den Stoffwechsel an der Wahrnehmung von Aromen beteiligt ist. Ein Mangel kann zu Geschmacksstörungen führen.
Neurologische Erkrankungen (selten)
Sehr selten können Schlaganfälle, Hirntumore oder andere neurologische Erkrankungen Areale im Gehirn beeinträchtigen, die für die Verarbeitung von Geschmacksreizen zuständig sind.