Rezeptfrei

    Loratadin

    Wirkstoff: Loratadin

    Loratadin ist ein rezeptfreies Antihistaminikum der 2. Generation. Es lindert allergische Beschwerden wie Heuschnupfen und Nesselsucht und wirkt in der Regel wenig sedierend.

    Wichtige Warnhinweise

    • Bei einer Leberfunktionsstörung vor der Einnahme ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholen.
    • Vor geplanten Hautallergietests Loratadin mindestens 2 Tage vorher absetzen, da es die Testergebnisse beeinflussen kann.
    • Wenn Sie sich nach 2 Tagen nicht besser oder schlechter fühlen, ärztlichen Rat einholen.
    • Nicht für Kinder unter 6 Jahren oder mit einem Körpergewicht von 30 kg oder weniger geeignet.

    Anwendungsgebiete & Nutzen

    Wofür dieses Medikament häufig eingesetzt wird

    • allergische Rhinitis (Heuschnupfen): Niesen, laufende oder juckende Nase, brennende oder juckende Augen
    • chronische idiopathische Urtikaria (Nesselsucht): Juckreiz, Hautrötung, Quaddeln

    Dosierung & Anwendung

    Typische Dosierung

    Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren mit über 30 kg Körpergewicht: 10 mg Loratadin (1 Tablette) einmal täglich, unabhängig von den Mahlzeiten; rezeptfrei. Bei schwerer Leberschädigung (über 30 kg) nur jeden zweiten Tag 10 mg. Quelle: Gebrauchsinformation Loratadin 10 Heumann.

    Anwendungshinweise

    Die Tablette unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (ca. 1 Glas Wasser) einnehmen, unabhängig von den Mahlzeiten.

    Aufbewahrung

    Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Genaue Lagerungshinweise (z. B. Temperatur) sind der Packungsbeilage des jeweiligen Präparats zu entnehmen.

    Mögliche Nebenwirkungen

    Nicht jeder erlebt diese Nebenwirkungen. Bei anhaltenden Symptomen konsultieren Sie Ihren Arzt.

    • Erwachsene und Kinder über 12 Jahre: Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Appetitsteigerung, Schlafschwierigkeiten
    • Kinder von 2 bis 12 Jahren: Kopfschmerzen, Nervosität, Müdigkeit
    • Sehr selten: schwere Überempfindlichkeitsreaktion, Schwindelgefühl, Krämpfe, beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag

    Wechselwirkungen

    Dieses Medikament kann mit folgenden Substanzen interagieren

    CYP3A4- und CYP2D6-Hemmer wie Ketoconazol, Erythromycin oder Cimetidin können die Loratadin-Plasmaspiegel erhöhen; in klinischen Studien wurde dabei kein Anstieg der Nebenwirkungen beobachtet.

    Gegenanzeigen

    Verwenden Sie dieses Medikament nicht, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben

    • Überempfindlichkeit gegen Loratadin oder einen der sonstigen Bestandteile

    Schwangerschaftskategorie

    Loratadin kann laut Embryotox in allen Phasen der Schwangerschaft eingenommen werden – es ist das am besten untersuchte Antihistaminikum (Daten aus über 5.000 ausgewerteten Schwangerschaften) und gilt als Mittel der Wahl; in der Stillzeit ist die Einnahme ohne Stillunterbrechung möglich. (Quelle: embryotox.de). Hinweis: Einzelne Hersteller-Packungsbeilagen raten vorsorglich zur Zurückhaltung in Schwangerschaft und Stillzeit.

    Kurzinformation

    Handelsnamen

    LisinoLoratadin-ratiopharmLoratadin STADALoratadin HeumannLoratadin axicur

    Wirkstoffe

    Loratadin

    Verfügbare Formen

    Tablette

    Kategorie

    AntiallergikumAntihistaminikum (2. Generation)

    Häufig gestellte Fragen

    Quellen

    1. 1Gebrauchsinformation (Packungsbeilage) Loratadin 10 Heumann, Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG – Dosierung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen www.gelbe-liste.de/produkte/beipackzettel_LORATADIN-10-Heumann.pdf/c23cb180-2d61-4570-aaf8-cce04797080a
    2. 2Gelbe Liste: Loratadin (Wirkstoff) www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Loratadin_1154
    3. 3Embryotox, Charité – Universitätsmedizin Berlin: Loratadin www.embryotox.de/arzneimittel/details/ansicht/medikament/loratadin

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    Medizinischer Hinweis: Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken und sollten nicht als Ersatz für professionelle medizinische Beratung verwendet werden. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.