Metoprolol
Wirkstoff: Metoprolol
Metoprolol ist ein beta-1-selektiver Betablocker, der die Wirkung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin am Herzen abschwächt und dadurch Herzfrequenz und Blutdruck senkt. Er wird bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zur Migräneprophylaxe eingesetzt.
Wichtige Warnhinweise
- ✕Die Behandlung darf nicht plötzlich abgebrochen werden; das Absetzen muss ausschleichend und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, sonst drohen Blutdruckanstieg oder Angina-Beschwerden
- ✕Vorsicht bei obstruktiven Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma)
- ✕Bei Diabetes können Warnsymptome einer Unterzuckerung verschleiert werden
- ✕Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion können maskiert werden
- ✕Vor Operationen sollte der Anästhesist über die Einnahme informiert werden
- ✕Metoprolol gilt als Dopingmittel
Anwendungsgebiete & Nutzen
Wofür dieses Medikament häufig eingesetzt wird
- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
- Koronare Herzkrankheit / Angina pectoris
- Tachykarde Herzrhythmusstörungen
- Nachsorge nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe)
- Migräneprophylaxe
Dosierung & Anwendung
Typische Dosierung
Erwachsene (nach ärztlicher Verordnung): Bei Bluthochdruck und koronarer Herzkrankheit üblicherweise 50–100 mg Metoprololtartrat täglich, verteilt auf 1–2 Einzelgaben, bzw. als Retardtablette einmal täglich; die Dosis wird individuell angepasst. Die Behandlung darf nicht abrupt beendet, sondern muss ausschleichend abgesetzt werden. Quelle: Fachinformation Metoprolol-ratiopharm 100 mg Tabletten (Stand Januar 2026) / Gelbe Liste.
Anwendungshinweise
Die Tablette bzw. Retardtablette mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen, möglichst täglich zur gleichen Zeit. Retardtabletten nicht zerkauen. Die Behandlung nur nach ärztlicher Rücksprache und schrittweise beenden, nie eigenmächtig absetzen.
Aufbewahrung
In der Originalverpackung und für Kinder unzugänglich aufbewahren. Die genauen Lagerungshinweise (z. B. Temperaturgrenze) sind der Packungsbeilage des jeweiligen Präparats zu entnehmen.
Mögliche Nebenwirkungen
Nicht jeder erlebt diese Nebenwirkungen. Bei anhaltenden Symptomen konsultieren Sie Ihren Arzt.
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Schwindel und Kopfschmerzen
- Verlangsamter Herzschlag (Bradykardie)
- Orthostatischer Blutdruckabfall, ggf. mit kurzzeitiger Ohnmacht
- Kalte Hände und Füße
- Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen)
- Belastungsluftnot
Wechselwirkungen
Dieses Medikament kann mit folgenden Substanzen interagieren
Gegenanzeigen
Verwenden Sie dieses Medikament nicht, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben
- ✕Überempfindlichkeit gegen Metoprolol
- ✕Dekompensierte Herzinsuffizienz
- ✕Kardiogener Schock
- ✕AV-Block II. oder III. Grades
- ✕Sick-Sinus-Syndrom
- ✕Ausgeprägte Bradykardie oder Hypotonie
- ✕Metabolische Azidose
- ✕Schweres Asthma bronchiale
- ✕Unbehandeltes Phäochromozytom
- ✕Gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern
Schwangerschaftskategorie
Metoprolol zählt in Schwangerschaft und Stillzeit zu den Betablockern bzw. Antihypertensiva der Wahl; die Anwendung erfolgt nur nach ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung. Bei Therapie bis zur Geburt sollte das Neugeborene auf Bradykardie und Unterzuckerung überwacht werden. Beim Stillen zeigen die meisten Säuglinge keine Symptome. Quelle: embryotox.de (Charité – Universitätsmedizin Berlin).
Kurzinformation
Handelsnamen
Wirkstoffe
Verfügbare Formen
Kategorie
Häufig gestellte Fragen
Quellen
- 1Fachinformation Metoprolol-ratiopharm 100 mg Tabletten (SmPC), Stand Januar 2026 www.gelbe-liste.de/produkte/Metoprolol-ratiopharm-100-mg-Tabletten_111855/fachinformation
- 2Gelbe Liste: Metoprolol (Wirkstoff) www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Metoprolol_455
- 3Embryotox, Charité – Universitätsmedizin Berlin: Metoprolol www.embryotox.de/arzneimittel/details/ansicht/medikament/metoprolol
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Medizinischer Hinweis: Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken und sollten nicht als Ersatz für professionelle medizinische Beratung verwendet werden. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.